Freitag, 14.03.2025
Céline Grossmann gewinnt «gusto25»!
Die zwanzigste Siegerin von «gusto» heisst Céline Grossmann und ist im dritten Ausbildungsjahr bei der Stiftung für Betagte in Münsingen. Im Finale der seit 2005 von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes organisierten Schweizer Meisterschaft für Kochlernende trat die 18-Jährige gegen fünf weitere Jungtalente an. Sie alle hatten sich mit einer selbst kreierten Hauptspeise bereits im Vorfeld gegen hundert weitere Bewerbende im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr durchgesetzt.
Am 13. März kochten die sechs Finalteilnehmenden ihre eingereichten Gerichte nun in der Berufsfachschule Baden live vor einer Fachjury. Diese vergab Punkte unter anderem für Kochtechniken, Hygiene oder Mise en Place. Zusätzlich mussten die Nachwuchstalente spontan eine «Mystery Soup» als Vorspeise kreieren, deren Zutaten sie erst dreissig Minuten im Voraus erfuhren. Einzig eine Suppeneinlage mit den Hauptgeschmacksnoten Senf, Birne und Gruyère hatten sie bereits in ihren Ausbildungsbetrieben trainiert. Nach zweieinhalb Stunden musste die Suppe serviert werden, eine halbe Stunde später die Hauptspeise. Diese präsentierten die 16- bis 18-Jährigen persönlich vor einer zweiten Jury, welche die Gerichte degustierte und Präsentation und Geschmack bewertete.
Für zwei Wochen nach Singapur
Céline Grossmann überzeugte die zwei Jurys mit der geforderten «Mystery Soup» in Form einer Petersilienwurzelsuppe mit Einlage als Vorspeise sowie Teriyaki Flat Iron vom japanischen Grill mit Yuzu-Sauce, Bao Bun mit sautiertem Nierenzapfen, dazu gedämpfte Schwarzwurzel, Miso-Zwiebel, Belper-Knolle-Krokette und Mezcal-Cocktail als Hauptspeise. Ihr Gewinn: ein zweiwöchiger Aufenthalt in Singapur mit Kücheneinblicken bei Julien Royer im Restaurant Odette. Auf dem zweiten Platz landete Nicolas Imholz vom Altersheim Spannort in Erstfeld, der nach 2024 bereits zum zweiten Mal im Finale war. Er darf nun für eine Woche nach Salzburg und dort bei Martin Ebert im Restaurant Ikarus einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der dritte Preis – eine Woche in der Zentralschweiz mit spannenden Tagen bei Mike Wehrle im Bürgenstock Resort – ging an Ben Cesa vom Culinarium Alpinum in Stans. Damit sind dieses Jahr gleich alle drei Erstplatzierten bereits im dritten Ausbildungsjahr.
1. | Céline | Grossmann | Stiftung für Betagte | Münsingen | 3. Ausbildungsjahr |
2. | Nicolas | Imholz | Spannort | Erstfeld | 3. Ausbildungsjahr |
3. | Ben | Cesa | Culinarium Alpinum | Stans | 3. Ausbildungsjahr |
4. | Noah | Ernst | Betagtenzentrum Laupen | Laupen | 2. Ausbildungsjahr |
4. | Tiziano | Palazzo | The Omnia | Zermatt | 2. Ausbildungsjahr |
4. | Lorenz | Schait | The Dolder Grand | Zürich | 2. Ausbildungsjahr |
Jubiläum mit vielen Überraschungen
Traditionell fand die Rangverkündigung einen Tag nach dem Wettkochen im Rahmen von «gusto – the show» statt. Rund 450 geladene Gäste kamen am 14. März ins Kongresshaus Zürich, um die sechs Finalteilnehmenden zu feiern. Dazu gehörten Familien und Freunde, Gastronominnen und Gastronomen sowie Gäste von Sponsoren wie Presenting Partner Schweizer Fleisch oder Leading Partner Bell, Emmi, Hügli, Kadi und Valser. Durch den Branchenanlass führte Radio- und Fernsehmoderator Sven Epiney.
Neben der Vorstellung der Finalteilnehmenden und deren Leistungen wurden dieses Jahr anlässlich des zwanzigsten Jubiläums der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende zahlreiche weitere Highlights geboten. So trat Sänger Jesse Ritch mit einem eigens komponierten «gusto»-Song auf. Nachwuchstänzerinnen und -tänzer überraschten das Publikum mit einem Flashmob choreografiert von Curtis Burger, der auch schon Bühnenshows von DJ Bobo oder Andrea Berg verantwortete. Laura Loosli, «gusto»-Gewinnerin 2019 und Weltmeisterin 2022 mit der Junioren-Kochnationalmannschaft, sorgte mit selbst kreierten Schokoladen-Give-aways für Staunen.
Laura Loosli und weitere frühere Gewinnerinnen und Gewinner der letzten zwanzig Jahre berichteten zudem auf der Bühne von ihren Erfolgen nach «gusto». Hervorgehoben wurden dabei immer wieder die Kontakte, die sie dank «gusto» geknüpft hatten, sei es zur Junioren-Kochnationalmannschaft oder zu potenziellen Arbeitgebenden im In- und Ausland. Dies zeige, was Nachwuchsförderung bewirken könne, freute sich auch Philipp Dautzenberg von Organisator Transgourmet/Prodega. Für den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Belieferungs- und Abholgrosshändlers steht fest: «Junge Talente brauchen neben einer ausgezeichneten Ausbildung auch Anreize, sich weiterzuentwickeln. ‹gusto› motiviert, inspiriert und verbindet – und das kommt der gesamten Branche zugute. Wer den engagierten Nachwuchs fördert, sorgt dafür, dass die Gastronomie lebendig, kreativ und wettbewerbsfähig bleibt.»